Präsident Rouhani:

Iran wird Atomabkommen beenden, wenn er nicht davon profitiert

Teheran, 13. Juni, IRNA - Der iranische Präsident Hassan Rouhani sagte, dass die Islamische Republik das multilaterale Atomabkommen beenden wird, das Teheran im Jahr 2015 mit großen Weltmächten unterzeichnet hat, wenn er nach dem Rückzug der USA nicht von dem Deal profitieren wird.

Rouhani äußerte sich in einem Telefonats mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron, einen Monat nach dem einseitigen Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen.

„Wenn der Iran die Vorteile des Abkommens nicht genießen kann, wird es praktisch unmöglich sein, darin zu bleiben“, sagte Rouhani.

Der iranische Präsident lobte die Erklärungen der europäischen Länder, einschließlich Frankreichs, um das Atomabkommen zu bewahren. Er betonte jedoch, dass solche Erklärungen von praktischen Maßnahmen und Lösungen begleitet werden müssen, damit der Iran von der Vereinbarung profitieren könne.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass diese sehr große diplomatische Leistung durch die einseitigen Maßnahmen und Verstöße der anderen zerstört wird“, sagte er.

Rouhani äußerte die Hoffnung, dass die Bemühungen der fünf verbleibenden Unterzeichnerstaaten des Nukleardeals und des Iran sowie der Europäischen Union erfolgreich und fruchtbar sein würden.

**Iran begrüßt Konsultationen mit Frankreich über Syrien

An anderer Stelle in seiner Rede sagte der iranische Präsident, die Islamische Republik begrüße die Fortsetzung der Konsultationen mit Frankreich über die Wege zur Schaffung von Frieden und Stabilität in Syrien.

Trotz der illegitimen Präsenz von Truppen einiger ausländischer Länder befinden sich die iranischen Militärberater auf der Grundlage des formellen Ersuchens ihrer Regierung zum Kampf gegen den Terrorismus in dem vom Krieg betroffenen Land, fügte Rohani hinzu.

Er äußerte die Hoffnung, dass der Terrorismus in Syrien durch gemeinsame Anstrengungen von syrischen Regierungstruppen und -kräften ausgerottet werden würde, so dass keine ausländischen Streitkräfte nötig wären.

Der Iran hat Syrien auf Ersuchen der Regierung von Damaskus militärisch beratend unterstützt und seine Armee in die Lage versetzt, ihre Erfolge an verschiedenen Fronten gegen Terrorgruppen zu beschleunigen.

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