Iranischer Politiker:

US-Ausstieg aus Atomabkommen stößt international auf Kritik

Teheran, 24. Mai, IRNA - Der Vorsitzende der Kommission für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments sagte am Donnerstag, dass die USA nach dem Rückzug aus dem Atomabkommen mit Iran weit verbreiteter Kritik ausgesetzt seien.

„Die Vereinigten Staaten sind nach dem Austritt aus dem Nukleardeal weithin verurteilt worden“, sagte Alaeddin Boroujerdi am Donnerstag IRNA und fügte hinzu: „Amerikanische Eliten und einflussreiche Persönlichkeiten in Großbritannien, Deutschland und Frankreich haben auch Washingtons Schritte verurteilt“.

„Wenn der ehemalige CIA-Chef US-Außenminister wird, sollte man nicht viel von der US-Politik erwarten“, verwies Boroujerdi auf Mike Pompeo und fügte hinzu, Pompeo sei sich der diplomatischen Angelegenheiten nicht bewusst.

Der iranische Gesetzgeber wies darauf hin, dass das, was vom US-Außenminister zu den regionalen Themen wie Syrien, Irak und Jemen gesagt wurde, die Aufmerksamkeit von der Realität ablenke, während die USA der Hauptunterstützer terroristischer Gruppen seien, insbesondere des ISIS.

Er stellte fest, dass der Iran in der Vergangenheit wiederholt erklärt habe, dass die Fortsetzung der Raketenindustrie eine „permanente Politik“ des Iran sei, und fügte hinzu, dass die Islamische Republik Iran die Massenvernichtungswaffen abgelehnt habe und stolz auf diese Politik sei.

Laut Boroujerdi lehnt der Iran das Verhalten der USA bei der Herstellung neuer Atombomben unter Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag ab. Das iranische Raketenprogramm sei ein Abschreckungsmittel und ein Mittel der Verteidigung.

„Heute können wir eine neue Generation von Zentrifugen bauen und wir können die Urananreicherung schnell massiv steigern“, betonte er.

Er sagte, die Vereinigten Staaten sollten wissen, dass der Iran nicht wie Libyen oder irgendein anderes Land sei.

Iranischer Politiker betonte weiter, dass Europa praktische Schritte unternehmen müsse, um seine Versprechen zu erfüllen, Irans Interessen im Nuklearabkommen zu sichern.

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